Im Rahmen der Gesellschaftslehre beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b mit dem Thema „Erdbebensicheres Bauen“. Ziel dieser Unterrichtseinheit war es, die Auswirkungen von Erdbeben auf Gebäude zu verstehen und Möglichkeiten zu erkunden, wie sich der Mensch in Gefährdungsgebieten mit effektiven Schutzmaßnahmen helfen kann.

Die Stunde begann mit einem fiktiven, nach Ansicht vieler Forscher aber jederzeit wieder möglichen Nachrichtenbeitrag über ein Erdbeben in Los Angeles, das bei einer Stärke von 6,7 auf der Richterskala nur geringe Schäden an den Gebäuden verursachte. Diese, aufgrund ihres bereits erarbeiteten Vorwissens zu Erdbebenstärken, überraschende Situation regte die Schülerinnen und Schüler dazu an, Hypothesen aufzustellen und die Frage zu formulieren: „Wie kann es sein, dass nur geringe Schäden an den Gebäuden entstanden sind?“

Um diese Fragestellung zu beantworten, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Expertengruppen. Sie erforschten zwei zentrale Maßnahmen des erdbebensicheren Bauens: flexible Fundamente und Querstreben in der Gebäudestruktur. Durch handlungsorientierte Experimente konnten die Lernenden selbstständig die Funktionsweisen dieser Bautechniken testen.

Die Methode des forschend-entdeckenden Lernens förderte nicht nur das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zwischen Erdbeben und Bauweise, sondern auch die Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. In Gruppen erstellten sie Modelle, die die erdbebensicheren Elemente veranschaulichten, und simulierten Erdbeben, um die Stabilität ihrer Konstruktionen zu prüfen.

Diese Unterrichtseinheit verdeutlichte, wie wichtig es ist, sich mit Naturgefahren und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass durch gezielte bauliche Maßnahmen das Risiko von Erdbebenschäden erheblich reduziert werden kann. So wurde nicht nur das Wissen über geophysikalische Prozesse und Ingenieurwissenschaften gefördert, sondern auch ein Bewusstsein für die Verantwortung des Menschen im Umgang mit Naturgewalten geschaffen.

Durch die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung erlebten die Schülerinnen und Schüler eine spannende und lehrreiche Stunde, die sie motivierte, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.