Am 11. Februar 2026 begaben sich die beiden achten Klassen unserer Realschule plus auf eine spannende Exkursion in den Lava-Dome sowie in die Lavakeller Mendig. Bereits um 8.15 Uhr starteten wir mit dem Bus an der Schule in Richtung Mendig.

Da sich die Schülerinnen und Schüler im Erdkundeunterricht zuvor intensiv mit dem Vulkanismus in der Eifel beschäftigt hatten, bot der außerschulische Lernort eine ideale Gelegenheit, das theoretische Wissen vor Ort zu vertiefen und anschaulich zu erleben.

Faszinierende Einblicke im Lava-Dome

Nach unserer Ankunft wurden die Klassen in zwei Gruppen durch das Museum geführt. Ein besonderes Highlight war das 4D-Kino, das die Ausbrüche des Wingertsbergvulkan sowie des Laacher See eindrucksvoll erlebbar machte. Die realitätsnahen Effekte sorgten dafür, dass die gewaltigen Naturereignisse nicht nur sichtbar, sondern beinahe körperlich spürbar wurden.

Darüber hinaus konnten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen interaktiven Stationen erdgeschichtliche Prozesse nachvollziehen, die zur Entstehung des Vulkanismus führten. Die Ausstellung „Sprechende Steine“ ermöglichte es zudem, unterschiedliche Gesteinsarten kennenzulernen und deren Entstehungsgeschichte nachzuvollziehen. Viele erkannten Inhalte aus dem Unterricht wieder, verknüpften ihr Vorwissen mit neuen Eindrücken und gewannen ein noch tieferes Verständnis für die vulkanische Vergangenheit unserer Region.

Abstieg in die Lavakeller

Im Anschluss an die Museumsführung ging es gemeinsam zu den nahegelegenen Lavakellern. Über mehr als 150 Treppenstufen stiegen wir hinab in ein beeindruckendes, unterirdisches Labyrinth, das sich über rund drei Quadratkilometer erstreckt.

Die riesigen Kelleranlagen wurden vor mehreren hundert Jahren in den erkalteten Lavastrom des Wingertsbergvulkans geschlagen, um Basalt für die Herstellung von Mühlsteinen abzubauen. Da sich über dem Lavastrom eine etwa 20 Meter mächtige Bimsschicht – ein Auswurfmaterial des späteren Laacher-See-Ausbruchs – befindet, erfolgte der Abbau unter Tage.

Später nutzten zeitweise mehr als 28 Brauereien die gleichmäßig kühlen Temperaturen der Keller, um ihr Bier dort zu lagern. Heute dient die eindrucksvolle Kulisse unter anderem als Drehort für Filmproduktionen.

Begegnung mit besonderen „Untermietern“

Ein ganz besonderes Highlight für die Schülerinnen und Schüler war die Entdeckung der tierischen Bewohner der Lavakeller. Von Ende Oktober bis Anfang April nutzen zahlreiche Fledermäuse das Höhlensystem als Winterquartier. Mit etwas Geduld konnten wir einige der Tiere in den zahlreichen Ritzen der Höhlendecke entdecken – ein eindrucksvolles Erlebnis, das bei vielen für Staunen sorgte.

Fazit

Die Exkursion war für alle Beteiligten eine äußerst bereichernde Erfahrung. Die Kombination aus medialer Aufbereitung, interaktiven Elementen und dem unmittelbaren Erleben vor Ort machte die vulkanische Geschichte der Eifel greifbar und lebendig.

Ein herzlicher Dank gilt den Mitarbeitenden des Lava-Domes und der Lavakeller für die informative und anschauliche Führung.