Am 22.11.2022 fand um 19.00 Uhr ein Elternabend zum Thema Mediensucht für die Grundschuleltern unserer Schule statt. Ebenfalls eingeladen waren auch die Eltern des Treis-Kardener Kindergartens. Der Abend wurde geleitet von Eva Heitkötter und Bettina Löchel von der Fachstelle Spielsucht und Medienabhängigkeit des Caritasverbandes Model-Eifel-Hunsrück e.V.. Es entstand ein reger Austausch mit den teilnehmenden Eltern, bei dem hoffentlich alle bestehenden Fragen beantwortet werden konnten.

Ähnlich wie auch bei anderen potentiellen Suchtmitteln sollte das Ziel das Erlernen eines verantwortungs-, maß– und genussvollen Umganges mit den jenen Möglichkeiten sein – so der Grundtenor des Abends. Eine missbräuchliche und exzessive Nutzung von Handy, Tablet und Co kann jedoch auch zur Ausbildung einer Sucht führen, die genau wie andere Süchte klinisch behandelt werden muss und die Betroffenen ein Leben lang begleitet. Eine besondere Suchtgefahr haben Medien, wenn Ihnen eine emotionsregulierende Funktion zukommt wie beispielsweise der Abbau von Wut, Stress oder Kontaktängsten.

Wenn das Kind oder der Jugendliche sich wegen der Computerspielens aus seinem Freundeskreis zurückzieht, die Schulnoten schlechter werden, Essen und Körperhygiene vernachlässigt werden sowie vorher liebegewonnene Vereine und Freizeitbeschäftigungen aufgibt, sollte man als Eltern aufmerksam werden und das Gespräch mit dem Kind suchen.

Von enormer Bedeutung ist es mit dem Verschenken des ersten Handys, Tablets oder Computers direkt verbindliche Regeln einzuführen, die unter anderem Vorgaben zu Nutzungszeiten und- dauer sowie Kontrollmöglichkeiten der Eltern enthalten können. Es macht großen Sinn einen Mediennutzungsvertrag mit dem Kind abzuschließen. Auf der Internetseite www.mediennutzungsvertrag.de können Sie als Eltern zusammen mit Ihrem Kind Ihren individuellen Vertrag aus den verschiedenen vorgefertigten Bausteinen erstellen. Wenn sich über Programme wie Instagram, Snapchat oder Tik-Tok eingehender informieren wollen, ist die Seite www.klicksafe.de zu empfehlen.

Natürlich werden auch die Medienregeln von Ihren Kindern relativ regelmäßig überschritten. Viele Eltern lassen hier eine Menge Nerven. Aber wie oft haben Sie mit ihrem Kind das Wort „Danke“ eingeübt, bis es endlich einmal von alleine gesagt wurde? Es ist wichtig im Sinne der Gesundheit Ihrer Kinder nicht aufzugeben und dranzubleiben.

Frau Heitkötter und Bettina Löchel raten ausdrücklich von dem Einsatz von Medien als  Belohnungsmöglichkeit ab, da hiermit den Medien eine noch größere Bedeutung zugewiesen wird, als diese eh schon inne haben.

Falls Sie sich bereits Sorgen um ihr Kind machen, weil er oder sie mehr Zeit in der virtuellen als in der realen Welt verbringt, dann rufen Sie einfach einmal bei Frau Löchel unter der Telefonnummer (06571 9155-0, 02671 97520an, lassen sich telefonisch beraten oder vereinbaren unkompliziert und kostenlos einen Termin in der Caritasberatungsstelle in Cochem.

Wir möchten uns auch auf diesem Wege bei Frau Heitkötter und Frau Löchel für den aufschlussreichen Abend bedanken.