Ab Montag, den 16.3.2020, bleiben die Schulen und Kindergärten bis zum Ende der rheinland-pfälzischen Osterferien am 17. April 2020 für einen regulären Betrieb geschlossen. Eine Notbetreuung wird vor Ort ermöglicht.

2020-03-15T12:47:45+00:00Sonntag, 15 März 2020|Aktuelles|

Diese Zeit sind keine verlängerten Osterferien, sondern weiterhin Schulzeit, in der alternative Unterrichtsangebote zur Verfügung gestellt werden. Schülerinnen und Schüler in der Notfallbetreuung erhalten ein an die Situation angepasstes pädagogisches Angebot. Schülerinnen und Schüler, die zu Hause bleiben, erhalten von ihrer Schule differenzierte Lern- und Unterrichtsmaterialien.

Notbetreuung

Die Notbetreuung richtet sich vor allem an Berufsgruppen, deren Tätigkeiten zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Staates und der Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind. Außerdem an berufstätige Alleinerziehende, die keine andere Betreuungslösung haben. Bei der Notbetreuung folgt Rheinland-Pfalz dem Expertenrat von Virologen: Bestehende Gruppenstrukturen möglichst erhalten.

Die Notbetreuung richtet sich vor allem an Berufsgruppen, deren Tätigkeiten zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Staates und der Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind. Außerdem an berufstätige Alleinerziehende, die keine andere Betreuungslösung haben. Bei der Notbetreuung folgt Rheinland-Pfalz dem Expertenrat von Virologen: Bestehende Gruppenstrukturen möglichst erhalten.

Maßnahmen Schulen

Für alle Schülerinnen und Schüler gilt, dass sie ab Montag zuhause bleiben können.

Förderschulen, an denen überwiegend Schülerinnen und Schüler mit komplexen Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen unterrichtet werden, können nicht geschlossen werden. Dies ergibt sich aus der komplexen Beeinträchtigung und der Tatsache, dass bei einer Schließung dieser Schulen die medizinische-pflegerische Versorgung seitens der Eltern nicht sichergestellt werden kann. Die Schulaufsicht wird mit diesen Schulen unmittelbar Kontakt aufnehmen und zusammen mit dem jeweiligen Gesundheitsamt über die notwendigen Standards im Zusammenhang mit der Infektionshygiene beraten.

Eine geringe Anzahl von Förderschulen und zwar diejenigen, die in einem großen Umfang Schülerinnen und Schüler mit komplexen Beeinträchtigungen und finalen Erkrankungen beschulen, bleiben bis auf Weiteres geöffnet. Diese Kinder und Jugendliche sind eine besonders schützenswerte Personengruppe. Hier brauchen Eltern ggf. die Möglichkeit, mit einem größeren zeitlichen Vorlauf die häusliche Betreuung ihrer Kinder zu organisieren. Sollten Eltern die Versorgung bereits am Montag zufriedenstellend geregelt haben, können sie ihre Kinder selbstverständlich zuhause behalten. Die in diesen Schulen besonders notwendigen Hygienemaßnahmen werden durch die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Gesundheitsbehörden sichergestellt.

Für Lehrkräfte besteht weiterhin Dienst und Anwesenheitspflicht. Personen, die in diesen Einrichtungen arbeiten und für die aufgrund einer Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko einer COVID-19 Infektion besteht, sollen, nach Rücksprache mit ihren Ärztinnen und Ärzten sowie der ADD, in dieser Zeit nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz erscheinen. Sie erfüllen ihre Dienstpflicht am häuslichen Arbeitsplatz.

Am kommenden Montag, 16.3.2020, wird an allen Schulen des Landes eine Dienstbesprechung zur Organisation des Notbetriebs durchgeführt. Ein Hinweis zu den zu besprechenden Punkten wird von der Schulaufsicht unterstützend zur Verfügung gestellt. Lehrkräfte, insbesondere die aktuell nicht in der Notfallbetreuung eingesetzt werden, sind für die Organisation von Lernmaterialien verantwortlich.

Die zuständigen Schulaufsichtsbeamten und –beamtinnen werden sich kurzfristig mit den Schulen in Verbindung setzen.

Notbetreuung

Für Kinder, bei denen Bedarf für eine Betreuung besteht, wird eine Notfallbetreuung eingerichtet. Die Notfallbetreuung wird an allen Schulen sichergestellt, die nicht durch Einzelverfügung geschlossen wurden. Gleiches gilt für den Bereich der KiTas.

Die Notbetreuung richtet sich vor allem an Berufsgruppen, deren Tätigkeiten zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Staates und der Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind, wie z. B.

  • Angehörige von Gesundheits- und Pflegeberufen,
  • Polizei,
  • Justiz und Justizvollzugsanstalten,
  • Feuerwehr,
  • Lehrkräfte,
  • Erzieherinnen und Erzieher,
  • Angestellte von Energie- und Wasserversorgung.

Außerdem berufstätige Alleinerziehende, die keine andere Betreuungslösung haben.

Die Schülerbeförderung soll weitgehend regulär stattfinden, damit Schülerinnen und Schüler, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, zur Schule kommen können. Die Kommunalen Spitzenverbände sind hierüber informiert. Anpassungen können in der Folgezeit erfolgen.

Abiturprüfungen und sonstige Abschlussprüfungen werden grundsätzlich durchgeführt. Allen Schülerinnen und Schüler wird ermöglicht, ihre Prüfung durchzuführen, ggf. auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Alle Schulen in Rheinland-Pfalz sind bestens auf die Abiturprüfungen vorbereitet, sie können planmäßig ab dem 16. März stattfinden. Sollte sich aufgrund der dynamischen Entwicklung trotzdem die Notwendigkeit einer Verschiebung ergeben, so haben wir den Schulen die Möglichkeit eingeräumt, die Prüfungen erst ab dem 23. März zu beginnen.

Die Schulen erhalten Vorgaben zur Gestaltung der Prüfungssituation.

Soweit Schülerinnen und Schüler in der Notfallbetreuung in den Schulen sind, wird dort ein an die Situation angepasstes pädagogisches Angebot stattfinden.

Für alle anderen Schülerinnen und Schüler muss eine Versorgung mit Lernmaterialien zum häuslichen Studium organisiert werden. Diese kann über digitale oder analoge Unterstützungsangebote erfolgen.

Maßnahmen für Kitas

Auch für Kita-Kinder gilt, dass sie wenn irgendwie möglich zuhause bleiben sollen. Alle Kindertagesstätten sind grundsätzlich für eine Notbetreuung offen zu halten. Die vertraute Umgebung der Kindertagesstätte und die vertrauten Betreuungspersonen sind für die Kinder gerade in diesen Zeiten wichtig und sollen ihnen grundsätzlich erhalten bleiben. Auch unter Infektionsschutzgesichtspunkten ist es wichtig, Kinder nicht neu zu gruppieren, weil dadurch neue Kontaktnetzwerke entstehen und die Infektion sich dadurch stärker verbreitet.

Erzieherinnen und Erzieher sind gehalten, weiterhin zum Erhalt der Notfallbetreuung in ihren jeweiligen Einrichtungen anwesend zu sein. Personen, die in diesen Einrichtungen arbeiten und für die aufgrund einer Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko einer COVID-19 Infektion besteht, sollen, nach Rücksprache mit ihren Ärztinnen und Ärzten sowie in Abstimmung mit ihrem Dienstherrn, in dieser Zeit nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz erscheinen.

Zum Bürgerportal RLP
Informationen für Schulen auf der Seite der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion)