Sind alle iPads aufgeladen? Dann kann der Unterricht in der Klasse 4 der Konrad-Adenauer-Schule beginnen

2020-02-13T17:20:07+00:00Donnerstag, 13 Februar 2020|Aktuelles, Grundschule|
Stapelweise iPads in Lederhüllen, große Kopfhörer auf den Tischen, ein riesiges Whiteboard an der Wand. „Frau Lengert, arbeiten wir heute wieder mit den Tablets?“, fragt Leonie, als sie nach der großen Pause reinkommt. So ist es, und die Lehrerin kann mit dem Unterricht beginnen.
Die Pädagogen werden immer wieder mit Weiterbildungen fit für die digitale Zukunft gemacht. Der Medienkomp@ss des Landes gibt hierzu Kompetenzen vor, die den Kindern einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit modernen Medien vermitteln kann. Nach dem letzten internen Studientag zum Thema „Digitale Bildung“ steht der Tabletkoffer des Kreismedienzentrums frisch aufgeladen im Klassenraum der Viertklässler.
Zuerst öffnen die 19 Schüler die App „Anton“ auf ihrem Tablet, wählen das Fach und die Klassenstufe aus, die auf dem Whiteboard steht, und startet mit den Übungen. Philipp und die anderen Kinder müssen Übungen zu Adjektiven bearbeiten, wie zum Beispiel einem Bild aus vier Antwortmöglichkeiten die richtige Bezeichnung zuordnen. Sobald die Schüler eine Antwort eingegeben hat, erscheint eine Rückmeldung, ob die Aufgabe richtig beantwortet wurde. Zwischendurch hört man immer mal wieder laute Freudenschreie von den Schülern, wenn die volle Punktzahl erreicht wurde. Als Belohnung dürfen die gesammelten Sterne gegen Coins eingetauscht werden. Doch am Ende der Stunde heißt es erst einmal: „iPads runterfahren, Hausaufgaben aufschreiben.“
Zwischen iPad und Kreidetafel: Wie digital soll es an den Schulen künftig zugehen? Dank Digitalpakt wird weiter in die Schulen investiert, die Treis-Kardener Schule ist schon ganz gut aufgestellt. In den Grundschulklassen werden nach und nach in allen Klassen Smartboards und Dokumentenkameras installiert, der Tabletkoffer des Kreismedienzentrums wurde im Unterricht immer wieder zur Vertiefung, Übung, aber auch Differenzierung eingesetzt. So haben die Schülerinnen und Schüler auch ein Comicheft zum Thema „Fluchtwege im Schulhaus“ im Rahmen der Brandschutzerziehung entworfen.
Das Tablet macht das Lernen kurzweiliger – und aufregender. Es eröffnet neue Möglichkeiten, zu lernen. Praktisch sind die Apps auf dem Tablet vor allem, wenn es um individuelles Üben geht. Trotzdem greifen die Schülerinnen und Schüler auch noch zu Füller und Schreibheft. Schreib- und Lesevermögen werden laut entwicklungspsychologischen Studien nur ausgebildet, wenn man mit der Hand schreibt. Die Primarstufenleiterin ist sich sicher, dass eine gesunde Mischung zwischen herkömmlichen Methoden und dem Einsatz digitaler Medien eine Bereicherung für jede Schulklasse ist.