Klasse 7b auf der MS Burgund

2018-06-18T14:39:44+00:00 Montag, 18 Juni 2018|Aktuelles|

Am Donnerstag, den 07.06.2018 besuchten wir,  die Klasse 7b, das Gewässeruntersuchungsschiff des Landes Rheinland-Pfalz, die „MS Burgund“. Dazu starteten wir vom Kardener Bahnhof und fuhren mit dem Zug nach Koblenz. Dort begaben wir uns zum Deutschen Eck, da die MS Burgund hier vor Anker lag. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Kapitän und die restliche Besatzung, wurden wir in vier verschiedene Gruppen eingeteilt und hatten unterschiedliche Aufgaben zu  erledigen.

Gruppe 1: Flussforschen – Baggern

Wir haben mit einem bordeigenen Kran der MS Burgund Gesteinsproben aus dem Rhein entnommen. Von diesen Proben entnahmen wir die Lebewesen und untersuchten sie. Folgende Regeln mussten wir beim Umgang mit den Lebewesen beachten:

  • Regel 1: Lebewesen müssen vollständig mit Wasser bedeckt sein.
  • Regel 2: Die Gefäße mit den Lebewesen sollen im Schatten stehen.
  • Regel 3: Beim Umsetzen der Lebewesen immer Vorsichtig arbeiten.
  • Regel 4: Die Lebewesen wieder zurück an ihren Fundort bringen.

Wir haben Höckerflohkrebse, Wandermuscheln und Flusskahnschnecken gefunden. Anhand dieser Tiere fanden wir heraus, dass der Rhein der Gewässergüterklasse 2 zugeordnet ist, da diese Tiere sich nur in dieser Gewässergüterklasse befinden. Es gibt die Gewässergüterklassen 1-4. Klasse 1 ist ein Gewässer mit viel Sauerstoff und in Gewässern mit der Gewässergüterklasse 4 gibt es sehr wenig oder sogar gar kein Sauerstoff im Wasser. Zudem heißt das auch, dass das Wasser ab Gewässergüteklasse 4 sehr verschmutzt ist. Im ganzen Rheinverlauf sind die Gewässergüterklassen anders.

Wir haben ebenfalls einen Steckbrief zu dem Lebewesen angefertigt und Informationen dazu bekommen. Mit Hilfe der Informationen und dem Steckbrief trugen wir die Lebewesen mit ihren passenden Eigenschaften und Informationen in einer Tabelle ein. 

Mit Hilfe einer Becherlupe konnten wir die Größe der Lebewesen messen und diese ebenfalls in die Tabelle eingetragen. 

Gruppe 2: Labor

Zuerst wurden wir auf die wichtigsten Regeln aufmerksam gemacht, die lauteten:

  1. Kittel anziehen
  2. Schutzbrille tragen
  3. Nicht essen und nicht trinken
  4. Nichts anfassen, von dem wir nicht wissen, was ist
  5. Und zu guter Letzt alles wieder aufräumen

Nach den Regeln haben wir uns direkt mit den Wassertemperaturen, dem Sauerstoffgehalt, dem pH-Wert und der Leitfähigkeit des Rheinwassers beschäftigt. Die Wassertemperatur im Rhein betrug an diesem warmen Tag 23,9 ° Celsius. Der Sauerstoffgehalt lag bei 8,55, der pH-Wert 8,07 und die Leitfähigkeit betrug 336. Nach den ersten Untersuchungen testeten wir den Salzgehalt. Dazu haben wir im Becherglas mit einem Handmessgerät gemessen. Wir mussten das Handmessgerät in das Salzwasser tauchen und konnten den Salzgehalt in der Mitte des Displays ablesen. Bevor wir den nächsten Wert messen konnten, mussten wir die Sonde mit destilliertem Wasser abspritzen, damit das Salz abgespült und der nächste Probenwert nicht verfälscht wird. Wenn es zu viel Salz in Seen und Flüssen  gibt, hat es Auswirkungen  für Mensch und Tier. Für den Mensch besteht dann das Problem, dass das Trinkwasser aufwendig aufbereitet werden muss und teuer wird. Lebewesen im Wasser können dadurch sterben.

Gruppe 3: Rheinentdecker

Wir haben gelernt, dass der Rhein in den Schweizer Alpen entspringt und in die niederländische Nordsee mündet. Außerdem erfuhren wir viel über die Rheinkilometertafeln, die 100-Metertafeln, und die 500-Metertafeln, die am Ufer stehen. Danach befassten wir uns mit der Fahrt zu Berg und zu Tal, bzw. die Fahrt gegen die Strömung und mit der Strömung. Wir lernten auch, wie man Schiffe, die auf dem Rhein fahren, auf einem Rheinschifffartsplan notiert und wie man die Breite des Rheins mit einem Abstandsmessgerät misst. Nachdem wir viele spannende Informationen bekommen hatten, wurden wir in Gruppen eingeteilt und erklärten unseren Mitschülern alles über unser Themengebiet.

Gruppe 4: Brücke

Wir durften auf der Brücke dem Kapitän und Steuermann bei der Arbeit zuschauen und befassten uns mit Folgendem:

  • Radar: Man benutzt es, um zu sehen, wo man sich befindet und ob andere Schiffe oder Hindernisse zu erwarten sind.
  • Handsteuerung: Man steuert das Schiff mit der Hand nach rechts und links.
  • Gashebel: Man benutzt  den Gashebel, um das Schiff zu beschleunigen.
  • Strömung: Es gibt verschiedene Bojen, grüne und rote und die kennzeichnen die verschiedenen Wasserwege, auf welchen man fahren darf. Links sind  grüne und rechts rote, wenn man mit der Strömung fährt.

Wir bestimmten die Geschwindigkeit der MS Burgund. Mit der Strömung fuhren wir etwa 20 km/h, entgegen der Störung nur halb so schnell. Das Trinkwasser kommt vom Wasserwerk durch Rohre zum Hafen und mit einem Schlauch wird es in den Tank des Schiffes gepumpt. Das Abwasser wird im Tank  gelagert und zum Hafen gefahren,  dann mit dem LKW in die Kläranlage gebracht.

Wir sind sehr froh, dass wir auf der MS Burgund einen Vormittag mithelfen durften und so viel Spannendes erfahren haben.