Fünftklässler lernen einen Paralympics-Teilnehmer kennen

2017-05-24T19:14:58+00:00 Mittwoch, 24 Mai 2017|Aktuelles|

Ein Leben im Rollstuhl – nahezu unvorstellbar für einen nicht beeinträchtigten Menschen. Aber ein Leben im Rollstuhl bedeutet noch lange nicht, aktiv am Leben teilhaben zu können und sich sportlichen Herausforderungen zu stellen. Das dies möglich ist, stellte Jörg Holzem aus Arft den Fünftklässlern am Dienstag eindrucksvoll unter Beweis. Seit einem Arbeitsunfall vor 20 Jahren ist er querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen.

Berührungsängste zeigten die Jungen und Mädchen nicht, was sich an den vielen Fragen zeigte, die sie Jörg Holzem stellten. Geduldig schilderte er, wie er, unterstützt von Familie und Freunden, den Alltag meistert, aber auch seinem Sport, dem Rollstuhlrugby nachgeht. Sogar an den paralympischen Spielen hat er zweimal in dieser Sportart teilgenommen.

Welche Hindernisse ein Leben im Rollstuhl mit sich bringt, durften die Jungen und Mädchen selber in Erfahrung bringen. Ein Parcour auf dem Schulhof veranschaulichte den Schülern, die die mitgebrachten Rollstühle selber fuhren, dass viel Geschick notwendig ist, um beispielsweise Bordsteine, Kanten oder defekte Straßen zu überwinden. Jörg Holzem führte natürlich vor, dass dies auf den Hinterrädern möglich ist. Mit seinem Besuch wollte er Berührungsängste bei den Schülern abbauen, aber auch auf die Beeinträchtigungen und Herausforderungen im täglichen Leben hinweisen und sensibilisieren. Der Schulleitung und der Lehrerschaft ist es ebenso ein großes Anliegen, dass die Schüler lernen, mit beeinträchtigten Menschen umzugehen und diese tatkräftig unterstützen. Das können sie im Juni bei den Europameisterschaften im Rollstuhlrugby, denn beide 5. Klassen erhielten Freikarten für diesen sportlichen Event.

Hier geht es zum Bericht der Rhein-Zeitung (Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung, ab 25.06.2017 unbegrenzte Printansicht)