Krieg und Frieden in Europa: Zukunft braucht Gedenken

2015-05-06T14:53:52+00:00 Mittwoch, 6 Mai 2015|Aktuelles|

„Krieg und Frieden in Europa – Zukunft braucht Gedenken“ – Das war das Thema, mit dem sich die Schülerinnen Romina Bertgen und Janine Klöckner aus der Klasse 10 während eines Schülerzeitungsseminars in Trier beschäftigt haben. Um die Vergangenheit zu verstehen, begaben sie sich auf eine bewegende Reise an den Schauplatz des Ersten Weltkriegs – die Hölle von Verdun.

Zusammen mit Frau Prause machten sich die beiden Schülerinnen am 27. April auf den Weg nach Trier. Nachmittags kamen sie in der Jugendherberge an, wo sie herzlich mit Kaffee und Kuchen empfangen wurden. Zunächst erhielten alle Teilnehmer von Herrn Hermes eine Fülle an Informationen über die Schlacht von Verdun und den Ersten Weltkrieg

Am nächsten Tag verließen die Redakteure per Bus die Jugendherberge, um das Schlachtfeld und einige Kriegsgräberstätten zu erkunden. Herr Johann vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gab vor Ort wichtige Informationen zur Schlacht von Verdun und zu den verschiedenen Besichtigungszielen.
Der erste Halt fand am deutschen Soldatenfriedhof Hautecourt statt, der mit schwarzen Kreuzen „übersät“ war. Auf großen Tafeln sind die Namen der insgesamt 7.885 deutschen gefallenen Soldaten aufgelistet, die auf diesem Friedhof ruhen. Das nächste Ziel war das Gebeinhaus und der Kriegsfriedhof der französischen Armee in Douaumont. Die Aufschrift „Mort pour la France“, zu Deutsch „Gestorben für Frankreich“ und eine rote Rose zieren tausende von weißen Kreuzen. Weiter ging es dann für die Schüler zum Fort Douaumont. Dass während der Schlacht ganz Orte ausgelöscht worden, konnten die jungen Redakteure abschließend anhand des verschwundenen Ort Fleury sehen, welcher völlig zerstört wurde. Lediglich Stein- und Holzpfosten weisen zwischen hunderten von Bombentrichtern heute darauf hin, wo sich in dieser Ortschaft Häuser und Bauernhöfe befanden.

Am Donnerstag wurde abschließend die Seminarzeitung präsentiert und alle waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Frau Dagmar Barzen, die Präsidentin der ADD, lobte die Arbeit ebenfalls.

Zusammen mit vielen neuen Eindrücken machten sich die Schülerinnen gemeinsam mit Frau Prause wieder auf den Heimweg. In den vier kurzen Tagen wurden viele Erlebnisse diskutiert, doch eins ist sicher: Die schockierenden und berührenden Bilder aus Verdun werden noch lange im Gedächtnis aller Beteiligten bleiben.

Schülerzeitung als Download (PDF)

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