Konrad-Adenauer-Schule

Treis-Karden

Neuntklässler aus Treis-Karden zu Gast in der Landesfeuerwehrschule in Koblenz

Gekleidet in ihrer blau-orangefarbenen Feuerwehrmontur gingen vergangenen Freitag zehn Neuntklässler der Konrad-Adenauer-Schule auf eine Unterrichtsfahrt der besonderen Art.  Das Ziel: Die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz in Koblenz. Angeführt von Fachlehrer Markus Freiwald, der selbst Gruppenführer bei der Feuerwehr in Treis ist, begrüßte Ronald Eppelsheim von der Landesfeuerwehrschule die Gäste von der Mosel.

Zusammen mit zwei weiteren Mitarbeitern beantwortete der Fachmann im Verlauf der fast dreistündigen Führung bereitwillig alle Fragen der interessierten Jugendlichen, die das Wahlpflichtfach „Feuerwehrtechnik“ an der Realschule Plus in Treis belegt haben. Auf dem über sechs Hektar großen Gelände haben die Verantwortlichen alle nur denkbaren technischen Einrichtungen installiert, präsent und im Einsatz, die schnell klar machen, dass Feuerwehrtechnik mehr als nur Spritzen und mit Blaulicht-Fahren ist. „Hier kommen jährlich 6000 Kameraden hin, um sich in den verschiedensten Sparten und Lehrgängen ausbilden zu lassen“, sagte der Ausbilder. Neben den üblichen Einrichtungen wie Garagen, Labor, Werkstatt, Lehrsäle, Schlauchwasch- und Trockenanlage sowie Unterkünften verfügt die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz über einen Tauchturm, Feuerlöschübungsanlage, diverse Pkw und Lkw, um Unfallsituationen zu üben, sogar eine Cessna 411 mehrere Einsatzboote und vier Eisenbahnwaggons stehen auf dem Gelände der ehemaligen Landespolizeischule zur Verfügung.

Modernste Computer- und Funktechnik ermöglicht ein effektives Lernen, das mit Spezialgeräten und neuerdings auch mit hochmoderner Computeranimation arbeitet. Das Projekt SAFER wurde von der Landesfeuerwehrschule entwickelt und 2012 in Berlin mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. „Damit können Katastrophenszenarien mit bis zu 500 Verletzten simuliert werden“, erläuterte Ronald Eppelsheim den interessierten Schülern. „Das hilft Kosten sparen“, so der Experte. Eine riesige Turnhalle, bestens ausgestattete Übungsräume und ein Fuhrpark, der das Herz jedes Floriansjüngers höher schlagen lässt, sind auf dem Asterstein ebenfalls stationiert. Neueste Errungenschaft: ein computergestützter Fahrsimulator für Autofahrten mit Sondersignal. „Hier können die aktiven Feuerwehrleute lernen, wie ein Fahren mit Blaulicht in der Praxis aussieht, inklusive plötzlich auftauchender Fußgänger oder Fahrradfahrer“, erläuterte ein Mitarbeiter das hochmoderne Gerät. Die Beratung der Feuerwehrkameraden und Testung unterschiedlichster Ausrüstung sind weitere Aufgaben der Experten vom Asterstein. Deshalb arbeitet die Landesfeuerwehrschule auch eng mit der Industrie zusammen.

Beeindruckt zeigten sich die Jungen während der mehrstündigen Führung, die Fragen der Schüler konnten beantwortet werden, das Interesse an der Feuerwehrtechnik, die nach zwei Jahren Unterricht mit der Truppmann-Prüfung in der Konrad-Adenauer-Schule endet, ist sicher noch größer geworden. Gegenwärtig erhalten 20 Prozent der Neuntklässler im Wahlpflichtfach „Feuerwehrtechnik“ ihre Grundausbildung, die die Treiser Realschule Plus als eine der wenigen in Rheinland-Pfalz anbietet.