Konrad-Adenauer-Schule

Treis-Karden

Die Mutter aller Schlachten

Ende Mai diesen Jahres besuchten die 10ten Klassen bei schlechtem Wetter eine Region, in der die schwerste Schlacht des 1. Weltkrieges ausgetragen wurde – Verdun in Frankreich. Donnerstag um 7 Uhr in der Früh ging es los. Nach dreistündiger Fahrt durch Luxemburg und Teile Frankreichs kamen wir auf dem einstigen Schlachtfeld mit einer Fläche von 20 km² an. Dort stieg Herr Hörter, ein Experte vom Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge aus Koblenz zu uns in den Bus, um uns viele Informationen und Detaills zur Schlacht näher zu bringen. Anschließend fuhren wir ins „Beinhaus von Douaumont.“ Dort liegen die Knochen von etwa 130.000 gefallenen Soldaten aller Nationalitäten, die weder identifiziert noch zugeordnet werden konnten. Im Beinhaus, das 130 Meter lang ist,  liegen auf jedem Meter 1000 Soldaten begraben. In den riesigen Gängen stehen tausende von Namen der Soldaten, die bei der Schlacht von Verdun gefallen sind. Nach einer ca. einstündigen Besichtigung fuhren wir weiter an eine Festungsanlage, das Fort Douaumont. Zunächst konnten wir vom Dach der Befestigungsanlage einen Blick über die von Granaten zerklüftete Landschaft werfen. Im Inneren wurden wir durch die kalten und nassen Gemäuer geführt, wo wir unter anderem die Truppenunterkünfte oder das Hospital bestaunen konnten. Die Festung hinterließ einen bleibenden Eindruck, unter welch menschunwürdigen Bedingungen die Soldaten damals leben mussten. Nach der Führung stiegen wir wieder in den Bus und fuhren zum letzten Halt unserer Exkursion, dem Museum „Memorial“. Dort waren unzählige Exponate zu bestaunen, wie zum Beispiel Kleidung, Waffen, Geschütze, persönliche Gegenstände der Soldaten, Zeichnungen, ein nachgebaueter Frontabschnitt etc. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, einen Film zu schauen, in dem die Ereignisse dieser Jahre realistisch und teilweise mit Originalaufnahmen dargestellt wurden. Nach der Vorstellung verließen wird das „Memorial“ mit gemischten Gefühlen und traten mit bleibenden Eindrücken die Heimfahrt an. Diese Exkursion hat uns eindrücklich gezeigt, dass die fürchterlichen Ereignisse der Weltkriege nicht in Vergessenheit geraten dürfen und nachkommende Generationen mahnen müssen.