Konrad-Adenauer-Schule

Treis-Karden

Wir begeben uns in das Jahr 1914, den 28. Juni und den Beginn des Ersten Weltkrieges. Erst 1918, ganze vier Jahre später, werden die Kämpfe enden. Um die unzähligen Schicksale der Soldaten und ihrer Familien zu begreifen und um die Ereignisse des Ersten Weltkrieges zu verstehen, nahmen zwei Redakteure der Schülerzeitung unserer Schule an einem viertägigen Seminar in Trier und einem Ausflug nach Verdun teil. Die Redakteure Sven Weber (10a) und Marius Ternes (9a), die in Begleitung von Frau Prause das Seminar besuchten, kamen am Nachmittag gegen 14:30 Uhr in der Jugendherberge in Trier an und wurden durch die Leitung des Seminars, Frau Seel und Herrn Hirsch begrüßt. Nach Aufteilung der Zimmer fanden sich die 20 Teilnehmer verschiedener Schulen bei Kaffee und Kuchen zusammen und tauschten schon erste Worte aus. Es folgte die Einleitung durch Herrn Hermes, einem ehemaligen Geschichtslehrer, der für alle Teilnehmer nochmal die wichtigsten Fakten und Ereignisse des Ersten Weltkriegs und besonders der Schlacht von Verdun in einer kurzen Präsentation zusammenfasste und ins Gedächtnis rief. Nach einem weiteren Vortrag über die möglichen journalistischen Darstellungsformen in der geplanten Seminarzeitung, wurde der Ablauf der Exkursion zum Schlachtfeld von Verdun vorgestellt. Am zweiten Tag ging es dann über Luxemburg nach Frankreich. Nach der Ankunft auf dem einstigen Schlachtfeld von Verdun, besichtigten die Teilnehmer zunächst den deutschen Soldatenfriedhof „Hautcourt“. Auch der Besuch des „Memorial“, des Museums über Verdun, war Teil des Ausflugs. Dort konnten viele Eindrücke gesammelt und Themen für die folgende redaktionelle Arbeit überlegt werden. Besonders der Besuch des „Fort Douaumont“, eine Festung, die der Verteidigung diente, prägte sich aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen in den Köpfen ein. Bei Nebel und Schnee versuchten sich alle Redakteure annäherungsweise die damaligen Lebensverhältnisse und das Leid der Soldaten in der „Hölle von Verdun“ vorzustellen. Auch während der Fahrt durch die Kraterlandschaft zum Beinhaus „Ossuaire de Douaumont“, in dem 130.000 Soldaten ihre letzte Ruhe fanden, gingen allen viele Gedanken durch den Kopf.

Am dritten Tag folgte dann die journalistische Arbeit. Die verschiedenen Schulen konnten selbst über ihr Thema und die Schreibform entscheiden und waren somit völlig frei, was die Berichte anging. So entschied sich unsere Schülerzeitung dazu, ein Interview mit Herrn Johann vom „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ zu führen und dieses schriftlich festzuhalten. Das Thema umfasste dabei das Leben der Soldaten und deren Empfindungen. Dieser Bericht lässt sich auch in der Zeitung nachlesen, die als PDF-Datei auf unserer Homepage zur Verfügung steht. Als zweiten Beitrag verfassten Sven und Marius ein Gedicht, das im Hintergrund ein selbst gemaltes Bild eines Soldaten zeigt.

Das Seminar wurde zum Großteil vom „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.“ finanziert. Dieser kümmert sich um Kriegsgräber und um die Aufarbeitung der Geschichte. Mit vielen gesammelten Eindrücken und einer Zeitung in der Tasche ging es freitags zurück nach Treis-Karden.

Decklatt Zeitung Verdun

Zeitung „Krieg und Frieden in Europa“
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