Konrad-Adenauer-Schule

Treis-Karden

– Erinnern in Verdun – Erinnern an Verdun –

Stell dir vor, es wäre Krieg. Du müsstest deine Heimat verlassen, alles zurücklassen, was dir wichtig ist. Als Soldat müsstest du dein Land an der Front verteidigen. So erging es vielen jungen Männern im Ersten Weltkrieg, ob deutscher oder französischer Herkunft. Für viele Soldaten war der Erste Weltkrieg ein traumatisches Erlebnis, das sie bis zu ihrem Tode nicht vergessen, geschweige denn verarbeiten konnten. Und das Ganze jährt sich bald zum 100. Male.

Um einen Einblick in die schlimmen Geschehnisse des Ersten Weltkrieges, vor allem in die „Hölle von Verdun“ zu erhalten, wo sich Deutsche und Franzosen einen erbitterten Stellungskrieg lieferten, nahmen zwei Redakteurinnen unserer Schülerzeitung an einem Seminar an der katholischen Akademie Trier mit ihrer beratenden Lehrkraft Frau Mohr teil. Die Schülerzeitungsredakteurinnen unserer Schule, Martina Geisen und Juliana Franzen, bearbeiteten mit vielen anderen Teilnehmern aus ganz Rheinland-Pfalz den historischen Hintergrund der Schlacht von Verdun, erhielten Impulse zur journalistischen Umsetzung des Themas und besuchten im Rahmen einer eintägigen Exkursion Orte des Kriegsgeschehens, besichtigten Soldatenfriedhöfe, das Fort Douaumont, das Gebeinhaus sowie die Stadt Verdun.

Aus den gesammelten Eindrücken entstanden Berichte, Reportagen, Tagebucheinträge und Gedichte, die in einer Seminarzeitung zusammengefasst wurden und uns eindrücklich vor Augen führen, ein friedliches Miteinander in Europa zu schätzen und auch intensiv zu leben.

Dieses Gedicht stammt aus der Feder der Redakteurin Juliana Franzen, Kl. 9b

Des Krieges Leid

Es ist der Männer Ende,

der Tod, der ist so nah,

erschossen mit der Flinte,

auch der Ende Qual.

Auf dem Boden liegen Tote,

überall ist Blut,

getötet in dem Kriege,

sie litten höchste Not.

Das schrille Schreien der Pferde,

es dringt durch jeden Mann,

sie schauen in die Sterne,

und denken gar nicht dran.

Soldaten erschießen sie mit Gewehren,

nun ist dies endlich vorbei,

doch noch mehr Sorgen erschweren,

das Leben im Erdental.

Nirgendwo ist man sicher,

in der Luft da fliegen sie,

man sieht kaum mehr die Gesichter,

der Krieg, der endet nie.

Tausende sind schon gefallen,

und es werden immer mehr,

die Familien und die Bekannten,

sie leiden darunter sehr.

Soldaten kämpfen für Ehre,

für Tapferkeit und Mut,

und würden sie nicht kämpfen

das wäre gar nicht gut.

Sie können froh sein, dass sie da sind,

die Helfer in der Not,

und würden wir sie nicht haben,

wäre es des Vaterlands Tod.

Juliana Franzen, „Lupe“- Redaktion Treis-Karden