Konrad-Adenauer-Schule

Treis-Karden

Soziales Engagement und Hilfsbereitschaft bewiesen unsere Schüler auch in diesem Jahr. Ein Spendenbetrag von 440,00 Euro, gesammelt aus dem Weihnachtskarten- und Weihnachtsbasteleienverkauf, ging diesmal an den Verein „Kinderhilfe für Siebenbürgen e.V.“.

Der Verein ist seit 2003 unter der Leitung von Jenny Rasche in der Region Sibiu in Rumänien tätig. Die Aktionen des Vereines sind hauptsächlich für Roma-Kinder bestimmt, die unterhalb des Existenzminimums leben müssen. Viele Kinder führen jeden Tag mit ihren Familien einen Überlebenskampf, müssen betteln, Schrott sammeln und sich von dem ernähren, was Müllhalden und der Abfall anderer Menschen hergeben und das mitten in Europa.

So gelang es dem Verein in diesem Jahr das Kinderhaus „Pippi Langstrumpf“ zu gründen, in dem momentan jeden Tag über 40 Kinder aus ärmsten Verhältnissen betreut werden. Laut dem Motto „Durch Hilfe zur Selbsthilfe“ erhalten die Kinder hier nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern sie besuchen zugleich eine Schule, in der sie das Lesen und Schreiben erlernen. Mittels der Spendengelder werden ebenfalls Hilfstransporte nach Rumänien organisiert, um die Menschen mit dem Nötigsten, z.B. Lebensmitteln, Milchpulver für Babys, Hygieneartikeln, Bettwäsche, Kleidung etc. zu versorgen.

Spendenübergabe an den Verein „Kinderhilfe für Siebenbürgen e.V.“

 

Lesen Sie hier den Dankesbrief der „Kinderhilfe für Siebenbürgen e.V.“ an die Realschule plus Treis-Karden:

Lager des Vereins mit Hilfsgütern

Kinderhilfe für Siebenbürgen e.V.
38871 Stapelburg, Grefenstr. 8,
Tel.: 039452/87084 oder 48835
E-Mail.: kinderhilferum@aol.com
www.kinderhilfe-siebenbuergen.eu

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler der Realschule Treis-Karden,

wir möchten uns ganz herzlich für die tolle finanzielle Unterstützung bedanken. Damit ist es wieder möglich zu helfen.

Dank der Anteilnahme vieler Menschen, besonders nach Ausstrahlung des Films „Jenny und Ihre Roma-Kinder“, war es uns wieder möglich, einen großen Hilfstransport, bestehend aus ca. 20 t Hilfsgütern am 8.12.2011 auf die Reise zu schicken. Es war alles schon sehnsüchtig erwartet worden und unsere Mitarbeiter vor Ort, Jenny, Philipp und Tabita wachten darüber, dass alles gerecht verteilt wurde.
Dank des Films und natürlich nicht zuletzt der Verbreitung über das Internet konnte Jenny sich endlich ihren Traum erfüllen und ein Kinderhaus anmieten, in dem die Kinder Kind sein dürfen, zumindest für einen Teil des Tages. Die Kinder wollen abends gar nicht nachhause, so wohl fühlen sie sich dort. Sie können dort spielen, Hausaufgaben machen, werden gebadet und frisch angezogen, können ihre Talente unter Beweis stellen in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und sich vor allem dort sattessen. Anders als ihre Eltern erhalten sie Bildung, die ja nun mal das Wichtigste ist, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen.
Sie haben Ansprechpartner für ihre Sorgen und Nöte, die sich wahrscheinlich ein Kind aus unserem Land kaum vorzustellen vermag.
Unsere Mitarbeiter, Philipp, Tabita und Jenny haben in den Jahren ihres Wirkens dort wohl mehr Elend gesehen, als mancher Erwachsener hierzulande es je sehen wird.
Vieles ist sehr schwer zu verkraften, aber die drei lassen sich nicht unterkriegen, allein schon deshalb, weil sie den Rückhalt der Menschen hier in Deutschland, und auch die Hilfe von Menschen anderer Länder, wie Österreich und der Schweiz, spüren, und es ihnen immer wieder Mut gibt, weiterzumachen.

Auch Ihr gehört zu denjenigen, denen das Schicksal der Menschen in anderen Ländern nicht gleichgültig ist.
Dafür danken wir Euch und Euren Lehrern noch einmal recht herzlich und wünschen alles Gute im Neuen Jahr, vor allem aber Gesundheit.

Helga Rasche
Kinderhilfe für Siebenbürgen e.V. 

Film „Zigeuner-Leben: Jenny und ihre Roma-Kinder“ des MDR über die Arbeit des Vereins und Jenny Rasche