Konrad-Adenauer-Schule

Treis-Karden

Fotodokumentation in der Knabenschule zeigt den Bau der Bahnstrecke Treis-Bruttig

Der Eisenbahnbau zwischen Treis und Bruttig von 1914 bis 1924 ist Thema einer Foto-Ausstellung, die bereits vor Wochen in Bruttig mit großem Erfolg gezeigt wurde. Jetzt eröffnete Ortsbürgermeister Philipp Thönnes in der Alten Knabenschule in Treis die Präsentation. Unter Leitung des Lehrers Bendikt Schmitt, der den Schülern das historische Hintergrundwissen vermittelte, nutzten viele Klassen die Chance, einmalige Schwarz-Weiß-Fotos und jede Menge Fakten, Pläne und Zahlen in dieser Dokumentation zu studieren.

Die rechtsufrige Moselbahn war vor dem Ersten Weltkrieg geplant und 1917 in Angriff genommen worden. Vorgesehen war eine Bahnlinie von Koblenz bis zunächst Neef, um später von Bullay aus in Richtung Wittlich vor allem für das Militär den Nachschub zu transportieren. Die Tunnelbauarbeiten begannen gleichzeitig von beiden Seiten, wobei der Durchbruch an Weihnachten 1919 erfolgte. Mit knapp acht Millionen Mark war der 2,5 Kilometer lange Tunnel eine Großbaustelle, die mit „bemerkenswertem Know-how und hoher Ingenieurskunst“ verwirklicht wurde. “ 1929 wurde das Bauvorhaben gänzlich aufgegeben, danach nutzte Pilzzüchter Wilhelm Alkover mehrere Jahre das Innere für eine Champignonzucht, ehe 1944 die Nationalsozialisten den Tunnel  als unterirdische Produktionsstätte für Zündkerzen ausbauten. Häftlinge aus dem KZ Natzweiler-Struthoff mussten zeitweise unter schwierigen Bedingungen dort arbeiten, davon zeugen Fotodokumente und Namenslisten, die die Schüler sichten konnten.

Die Schüler bei der Recherche

Gruppenfoto der Klassen 8b und 9b